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7-8/2010 Juli / August

Baumwollpflückerinnen. Cotton made in Africa setzt nicht auf Charity, sondern auf „Hilfe zur Selbsthilfe”.
Photos: Aid by Trade Foundation

Der anonyme Rohstoff Baumwolle wird zu einem nachfragbaren Qualitätsprodukt mit praktischem und emotionalem Mehrwert. Cotton made in Africa wird derzeit im Bereich Mode und Heimtextilien angeboten. Alle Artikel werden mit einem prägnanten roten Logo gekennzeichnet, das vom Verbraucher erkannt wird.
Armutsbekämpfung und Umweltschutz
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Die Initiative hilft die Lebensbedingungen der Baumwollbauern und ihrer Familien in Subsahara Afrika zu verbessern.
In Schulungen vor Ort lernen die Bauern effiziente und ressourcenschonende Anbaumethoden, die ihnen helfen, die Qualität ihrer Baumwolle zu verbessern, mehr zu ernten, somit auch bessere Erträge zu erzielen und sich somit langfristig aus eigener Kraft aus der Armutsspirale befreien.
Cotton made in Africa setzt nicht auf Charity, sondern auf „Hilfe zur Selbsthilfe”. So ist für den Erfolg der Initiative ein Nachfragebündnis namhafter internationaler Textilunternehmen entscheidend. Diese Unternehmen setzen die Cotton made in Africa-Baumwolle für ihre Produkte ein und stimulieren durch ihren Nachfragesog einen Effekt, der durch die textile Kette hindurch bei den Erzeugern in Afrika ankommt. Derzeit sind 27 Unternehmen an der Nachfrageallianz beteiligt, darunter z. B. Otto Group, Anson’s, Celio, Puma, QVC, s.Oliver, Tchibo, Tom Tailor, H.I.S., Peek & Cloppenburg KG etc.
Erste Studien zeigen die Wirksamkeit der Initiative in den Cotton made in Africa-Ländern Benin, Burkina Faso, Sambia und Mosambik. In Sambia haben sich die Ernteerträge einiger Produzentengruppen mehr als verdoppelt. In Benin konnte die Qualität der Baumwolle bereits erheblich verbessert werden. Insgesamt sind zirka 130.000 Kleinbauern und deren Familien in das Projekt eingebunden.
Die Stiftung
Die Stiftung Aid by Trade Foundation wurde im Jahr 2005 vom Hamburger Unternehmer und Aufsichtsratsvorsitzenden der Otto Group Dr. Michael Otto ins Leben gerufen.
Um durch den Erhalt lebenswichtiger Ressourcen die Zukunftsfähigkeit folgender Generationen zu sichern, will die Stiftung gemeinsam mit Partnern aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und NGOs einen Beitrag zur Armutsbekämpfung leisten. Durch die Unterstützung des regionalen, nachhaltigen Anbaus land- und forstwirtschaftlicher Produkte soll eine Verbesserung der Entwicklungszusammenarbeit in Afrika erzielt werden.
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